Ratgeber und Überblick

Versicherungen in Berlin: Welche brauchen Sie wirklich?

Ein ehrlicher Überblick über die wichtigsten Versicherungen für Haushalt, Auto und Vorsorge: welche Pflicht sind, welche fast alle brauchen und welche nur in bestimmten Lebenslagen sinnvoll sind. Persönlich erklärt von Ihrem DEVK-Vertreter in Berlin.

Pflicht oder freiwillig?

Welche Versicherung wie wichtig ist

Nur wenige Versicherungen sind gesetzlich vorgeschrieben. Andere sind für fast alle wichtig, manche nur in bestimmten Lebenslagen.

Versicherungen nach Wichtigkeit
Versicherung Einstufung Für wen Warum
Kfz-Versicherung Pflicht Alle mit eigenem Fahrzeug Ohne Kfz-Haftpflicht gibt es keine Zulassung. Teilkasko und Vollkasko sind freiwillig und hängen vom Wert des Autos ab. Bei Leasing oder Finanzierung ist eine Vollkasko meist vorgeschrieben.
Privathaftpflicht Sehr wichtig Praktisch alle Wer anderen fahrlässig einen Schaden zufügt, haftet dafür in unbegrenzter Höhe. Der Beitrag ist im Verhältnis dazu gering.
Wohngebäude­versicherung Sehr wichtig Eigentümer eines Hauses Ein Brand kann das ganze Haus zerstören, ein Leitungswasserschaden schnell sehr teuer werden. Bei einer Finanzierung verlangt die Bank sie in der Regel.
Altersvorsorge Wichtig Fast alle Berufstätigen Die gesetzliche Rente reicht den meisten nicht, um den gewohnten Lebensstandard zu halten.
Hausrat­versicherung Wichtig Alle mit eigener Wohnung Ersetzt Ihre Einrichtung nach Feuer, Einbruch, Leitungswasser oder Sturm.
Unfall­versicherung Je nach Lebenslage Familien, Kinder, aktive Menschen Die gesetzliche Unfallversicherung gilt nur bei der Arbeit und auf dem Arbeitsweg, für Kinder in Kita und Schule. Selbstständige sind meist gar nicht versichert.
Rechtsschutz­versicherung Je nach Lebenslage Berufstätige, Mieter, Autofahrer Übernimmt Anwalts- und Gerichtskosten in den versicherten Bereichen, etwa Arbeit, Miete oder Verkehr. In vielen Bereichen gilt eine Wartezeit.
Kranken-Zusatz­versicherung Je nach Lebenslage Gesetzlich Krankenversicherte Schließt Lücken der gesetzlichen Krankenkasse, zum Beispiel beim Zahnersatz.

Die Krankenversicherung selbst ist für alle Pflicht, ebenso die Pflegeversicherung. Beide laufen meist über eine gesetzliche Krankenkasse. Die Krankenversicherung lässt sich mit einer Kranken-Zusatzversicherung ergänzen.

Nach Lebenslage

Was zu Ihrer Situation passt

Welche Versicherungen sinnvoll sind, hängt davon ab, wie Sie leben. Diese Übersicht ist ein Startpunkt, das Gespräch macht es dann konkret.

Erste eigene Wohnung und Berufsstart

Während der ersten Ausbildung sind viele noch über die Privathaftpflicht der Eltern mitversichert. Spätestens danach brauchen Sie eine eigene. Mit der Altersvorsorge früh anzufangen, lohnt sich besonders, weil kleine Beiträge viel Zeit zum Wachsen haben.

Paare und Familien mit Kindern

Eine Familien-Haftpflicht schützt alle in einem Vertrag. Kinder sind gesetzlich nur in Kita und Schule und auf dem Weg dorthin unfallversichert, nicht beim Spielen am Nachmittag. Und wer für andere Verantwortung trägt, sollte die eigene Altersvorsorge nicht aufschieben.

Mieterinnen und Mieter

Die Gebäudeversicherung des Vermieters zahlt nicht für Ihre Möbel, dafür ist die Hausratversicherung da. Achten Sie bei der Haftpflicht darauf, dass Schäden an der Mietwohnung mitversichert sind. Ein Rechtsschutz mit Mietrecht hilft bei Streit um Nebenkosten oder Mieterhöhungen.

Eigentümer von Haus oder Wohnung

Für ein Haus ist die Wohngebäudeversicherung eine der wichtigsten Versicherungen überhaupt. Bei einer Eigentumswohnung schließt meist die Eigentümergemeinschaft sie für das ganze Gebäude ab. Prüfen Sie außerdem, ob Schäden durch Starkregen und Überschwemmung mitversichert sind.

Mit dem Auto unterwegs

Die Kfz-Haftpflicht ist Pflicht, ohne sie gibt es keine Zulassung. Ob Teilkasko oder Vollkasko sinnvoll ist, hängt vor allem vom Wert und Alter Ihres Autos ab. Ein Verkehrsrechtsschutz hilft, wenn nach einem Unfall um die Schuld gestritten wird.

Ruhestand in Sicht

Jetzt lohnt ein Blick auf alle Verträge: Was wird noch gebraucht, was ist doppelt? Mit dem Alter werden Zahnersatz und ein Unfallschutz wichtiger. Viele Unfalltarife für Ältere enthalten Hilfe im Alltag, etwa beim Einkaufen oder im Haushalt nach einem Unfall.

Die richtige Reihenfolge

Erst das Wichtige, dann der Rest

Wer nicht alles auf einmal abschließen möchte, geht am besten in dieser Reihenfolge vor.

  1. Existenzielle Risiken zuerst

    Privathaftpflicht, Kfz-Haftpflicht und für Eigentümer die Wohngebäudeversicherung. Hier geht es um Schäden, die Sie allein nicht bezahlen könnten.

  2. Einkommen und Alter

    Eine Altersvorsorge, die zu Ihrem Einkommen passt, und je nach Beruf eine Absicherung gegen Berufsunfähigkeit. Je früher Sie anfangen, desto kleiner kann der monatliche Beitrag sein.

  3. Ihr Eigentum

    Hausrat und gegebenenfalls eine Kasko für das Auto. Solche Schäden sind ärgerlich, bedrohen aber selten die Existenz.

  4. Ergänzungen nach Bedarf

    Rechtsschutz, Unfall und Kranken-Zusatz. Sinnvoll, wenn sie zu Ihrer Lebenslage passen, aber erst nach den ersten drei Schritten.

Verträge prüfen

Bestehende Verträge prüfen lassen

Viele zahlen für Versicherungen, die sie nicht mehr brauchen, und haben gleichzeitig an anderer Stelle Lücken. Bringen Sie Ihre Unterlagen mit, wir gehen sie gemeinsam durch.

  • Doppelte Verträge, zum Beispiel zwei Haftpflichtversicherungen nach dem Zusammenziehen
  • Zu niedrige Versicherungssummen, etwa beim Hausrat nach einem Umzug
  • Alte Tarife, denen wichtige Leistungen fehlen
  • Lücken, die durch eine neue Lebenslage entstanden sind

Mitbringen: Ihre Versicherungsscheine und die letzte Beitragsrechnung.

12.000+ Kundinnen und Kunden
8 Versicherungsbereiche
3 Standorte in Berlin

Häufig gefragt

Fragen zu Versicherungen

Gesetzlich vorgeschrieben sind für alle eine Kranken- und Pflegeversicherung und für jedes zugelassene Fahrzeug eine Kfz-Haftpflichtversicherung. In Berlin brauchen außerdem alle Hundehalter eine Hundehalter-Haftpflicht, manche Berufe eine Berufshaftpflicht. Die übrigen Versicherungen sind freiwillig, auch wenn manche praktisch dazugehören. So verlangt die Bank bei einer Baufinanzierung in der Regel eine Wohngebäudeversicherung.

Für fast alle ist es die Privathaftpflicht. Wer einem anderen fahrlässig einen Schaden zufügt, haftet dafür ohne Obergrenze mit dem eigenen Vermögen. Gleichzeitig gehört sie zu den günstigeren Versicherungen.

Meist ja. Die Gebäudeversicherung Ihres Vermieters zahlt nur für das Gebäude, nicht für Ihre Möbel, Kleidung oder Technik. Die Hausratversicherung ersetzt diese nach Feuer, Einbruch, Leitungswasser oder Sturm.

Eine feste Summe gibt es nicht. Wichtiger als der Gesamtbeitrag ist die Reihenfolge: Erst sichern Sie Risiken ab, die Sie finanziell ruinieren könnten, danach kommt der Rest. Bei einem Vertragscheck zeigt sich außerdem, ob Sie für doppelte oder veraltete Verträge zahlen.

Ja. Wir schauen gemeinsam, was Sie bereits abgesichert haben, wo es Lücken gibt und wo Sie eventuell doppelt zahlen. Danach entscheiden Sie, was Sie ändern möchten.

Nichts. Die Beratung ist kostenlos und unverbindlich, auch wenn Sie sich danach gegen einen Abschluss entscheiden.

Wir sind eine Agentur der DEVK und beraten Sie zu deren Angebot: von Kfz, Haftpflicht, Hausrat und Wohngebäude über Rechtsschutz und Unfall bis zur Altersvorsorge und Kranken-Zusatzversicherung.

Auf Deutsch, Türkisch und Englisch. Ihre Vertragsunterlagen sind auf Deutsch, wir erklären sie Ihnen aber gern in Ihrer Sprache.

An unseren drei Standorten in Charlottenburg, Wedding und Siemensstadt oder telefonisch. Charlottenburg hat auch samstags geöffnet.

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Schreiben Sie uns kurz, worum es geht. Wir rufen Sie zurück, schauen gemeinsam auf Ihre Situation und rechnen Ihnen auf Wunsch ein Angebot aus. Kostenlos und unverbindlich.

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